„Hemdsärmel hoch – aber anders!“ – Erste Erfahrungen in meinen neuen Rollen als externer Berater und Trainer

In meinem letzten Posting hatte ich von meinem
Perspektivwechsel berichtet. Viele Jahre bin ich interner Prozessberater
gewesen, seit 01.07.13 externer Prozessmanagement-Berater und Trainer.
Was ist anders als Trainer?
Erste Erfahrungen habe ich in meiner ersten Woche im neuen
Kundenprojekt gemacht. In meiner neuen Rolle als Trainer wollte ich zunächst –
wie ich es gewohnt war – bei der Erarbeitung von Lösungen im Rahmen der
Gruppenarbeiten mitwirken. Zu Recht hat mich mein Kollege höflich und bestimmt gestoppt.
Didaktisch ist es besser, den Teilnehmern zwar die Methode zu vermitteln, aber
danach die Teilnehmer eigene Erfahrungen bei der Anwendung der Methode machen
lassen. Der beste Lerneffekt tritt tatsächlich ein, wenn die
Schulungsteilnehmer zunächst selbst arbeiten, und das Ergebnis vor den anderen
Gruppen präsentieren und Feedback erhalten. Vom Trainer ist also inhaltliche
Zurückhaltung
angebracht.
Was ist neu als externer Berater?
In meiner neuen Rolle als externer Berater habe ich keine inhaltliche
Ergebnisverantwortung
(wie dies als interner Prozessberater zum Teil der Fall
war), sondern konzentriere mich auf die Anwendung der Methoden und auf die
Moderation. Der Satz „Die Lösung liegt beim Kunden“ gibt die neue erforderliche
Einstellung wieder.  Dass die Moderationsleitung
eine gute Unterstützung bei der Ergebniserarbeitung durch den Kunden ist, steht
außer Frage.  Als Moderator kann ich zwar
auch inhaltliche Beiträge vorschlagen, doch nur, wenn der Inhalt von der Gruppe
bestätigt wird, darf der Inhalt in das Ergebnis übernommen werden. Vom externen Berater wird durch seine
Moderation eher methodische Unterstützung bei der Ergebniserarbeitung erwartet.
„Hemdsärmel hoch – aber anders!“ beschreibt meine ersten
Erfahrungen in meinen neuen Rollen am treffendsten. Schon bald gibt es für mich
weitere Gelegenheiten, diese Rollen des Trainers und Beraters anzuwenden.
Darauf freue ich mich schon.

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